Hahn, Friedrich
neben deinen fußnoten mein alter schuh
Artikel Nr 2306
ISBN 978-3-85028-870-5
erschienen 04.03.2019
Maße 20 x 12 cm
Seitenanzahl 96 Seiten
Einband Franz. Broschur
Gewicht 500 g
Preis 16,00
Lieferstatus   Lieferbar
Buchbeschreibung
neben deinen fußnoten mein alter schuh

oder: der mensch an sich ist

eine wanderausstellung



neben deinen fußnoten

als sei es holz

wer war der bub

der winter

fingierte luft

die in die jahre gekommenen briefe

ich hätte vielleicht

nur sich nichts anmerken lassen

manchmal ist das grün

unter der hand

verschlossene ohren

es handelt sich um

wir gehen auf laub

achwas

innen das nie gesehene meer

indem ich

wer weiß

das wesen

später aber keinen schritt weiter

soso vater

vergessen die normalität

erst durchs laut lesen

wie denn wie weiter

es gibt nichts weiter zu sagen

das alles welt

sagst was soll das

was auch immer

eingeklemmt zwischen den wolken
Autorenbeschreibung
Friedrich Hahn, Waldviertler des Jahrgangs 52, lebt in Wien, schreibt und veröffentlicht seit 1969

37 Bücher (zuletzt: „Komme, was wolle“- Roman/edition laurin 2017, „Sonja und die weißen Schatten“-Roman/edition keiper, „Niemand wird es je erfahren“- Novelle/edition lex liszt 2018);

20 Arbeiten für Hörfunk und Bühne, Performances (u.a. im Museum George Pompidou, Paris), Medienaktionen (u.a. Wandspiel-Wochen), Ausstellungen visueller Arbeiten (u.a. im MMK Wien, Galerie Eichgraben, CA-Galerie im TZ...), Mitglied der GAV und des Literaturkreises PODIUM;

Redakteurstätigkeit bei neue texte, Pult, Podium, Limes und Alte Schmiede/Reihe Textvorstellungen
Rezensionen

Mit dem Wind beginnt Friedrich Hahns neuer Band "neben deinen fußnoten mein alter schuh"(Verlag Berger, 2019): "ein wind nahe am winter", heißt der erste Vers. Hahn (1952 im Waldviertel geboren) ist ein Meister der Gedichttitel: "am falschen ende der welt" heißen sie, "im tonfall des schweigens" oder "existieren ist reisen genug".

Besonders gelungen ist der abschließende, dem Band den Titel gebende Zyklus, in dem die Sätze (die meisten nur halb vollendet) satzzeichenlos ineinander übergehen und eine lange poetische Suada bilden, ein wildes Aufbegehren gegen das Älterwerden und die Sprachlosigkeit. "eine gruppe guter gedichte / kommt aus dem dickicht / sie schlendern nach hause / kein gruß links und rechts / nur stummes nicken". Viel Rückenwind für die Poesie jedenfalls. (Andreas Wirtehnsohn, Wr.Zeitung v. 14.12.2019)

neben deinen fußnoten mein alter schuh: Rezension ->Link
— März 2019

neben deinen fußnoten mein alter schuh: Rezension ->Link
— Oktober 2019

Besprechung: ->Link
— Quelle: Literaturhaus Wien, Andreas Tiefenbacher, 10. Dezember 2019

Rezension ->Link
— Quelle: Wiener Zeitung


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