Groiss †, Wolfgang
Salonlöwen, Pfingstochsen & mehr
Schmunzelverse
Artikel Nr 2208
ISBN 978-3-85028-784-5
erschienen 10.09.2017
Maße 21,5 x 13,5 cm
Seitenanzahl 126 Seiten
Einband Softcover
Gewicht 500 g
Preis 14,95
Lieferstatus   Lieferbar
Buchbeschreibung
Der durch seine bisher publizierten vier Bücher über die Vogelwelt als kompetenter Vogelfreund ausgewiesene Autor Wolfgang Groiss wendet sich mit dem vorliegenden Bändchen nunmehr der mit dem Menschen eng verwobenen Tierwelt zu. Mit tiefem Sinn für Humor zeigt der Autor die vielfältigen Rückgriffe unseres Sprachgebrauchs auf, wo Tiere als Namenspaten fungieren.

Der Bogen der Tiergedichte spannt sich von Adlerauge bis Ziegenpeter. Von Verstellungskünstlern werden Krokodilstränen vergossen. Wir hören einen Schlosshund herzzerreißend in einer Ritterburg heulen und sehen ein Schwein im Schweinsgalopp vorüber jagen. Der Angsthase und der Osterhase begegnen uns auf den lyrischen Fluren. Neue Entwicklungen bei der Hühnerhaltung zeigen sich beim Wanderhuhn. Die Jäger werden die Verse über den Platzhirsch goutieren. Das Schaukelpferd wird eher bei den Kindern gefragt sein. Die Ballettratten haben wieder andere, hauptsächlich männliche Bewunderer. Die Computermaus treibt in allen Büros und computerisierten Haushalten ihr Unwesen. Im Gedicht über die Hundesteuer bricht Wolfgang Groiss eine Lanze für die Steuerpflicht der Hunde. Zahlreich sind die Bezüge zu den Katzen. Wir lesen hier u.a. über das Katerfrühstück, den Katzenbuckel und die Katzenwäsche. Ein Pferdefuß ist bekanntlich fast überall dabei. Der Wetterfrosch begegnet uns tagtäglich und verleitet uns zu Äußerungen wie „Hundewetter“ oder, noch schlimmer, „Sauwetter“. Wer hätte gedacht, dass dem Autor auch über Zebrastreifen ein Gedichtlein einfällt?

Man kann ohne Übertreibung sagen, dass der vorliegende Streifzug durch die Tierwelt für jeden etwas bereit hält. Wolfgang Groiss gelingt es mühelos, seine Leser zum Schmunzeln zu bringen. Und schon ist das Barometer der seelischen Befindlichkeit derer, die sich auf die heiteren Verse einlassen, auf ein „stabiles Hoch“ geklettert. Was ja letztlich der Autor durchaus beabsichtigt.
Autorenbeschreibung
Wolfgang Groiss, geboren 1941, verstorben 2023
studierte Rechtswissenschaften und promovierte 1963 zum Dr.jur. Seine Berufslaufbahn führte ihn vom wissenschaftlichen Sekretariat des Verfassungsgerichtshofes bis zum Abteilungsleiter in verschiedenen Bundesministerien (Bundeskanzleramt, BM für Gesundheit und Umweltschutz, BM für Verkehr , Innovation und Technologie). Von 1974 bis 1979 war Wolfgang Groiss juristischer Sekretär von Bundeskanzler Dr. Kreisky und zugleich Leiter des Ministerratsdienstes. Von 1985 bis 1990 leitete er das Vorstandssekretariat der Österreichischen Länderbank AG. Seit 2001 war er im Ruhestand. 2005 wurde ihm vom Bundespräsidenten der Berufstitel Professor verliehen. Im Jahr 2011 wurde Wolfgang Groiss mit dem Österreichischen Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst I. Klasse ausgezeichnet.

Publikationen auf dem Gebiet der Lyrik:

1992 „Gast in dieser Welt“, Weilburg Verlag, Wr. Neustadt
1994 „Wege nach innen“, Weilburg Verlag, Wr. Neustadt
1996 „Saat und Ernte“, Weilburg Verlag, Wr. Neustadt
1999 „Die Teile des Ganzen“, Merbod Verlag, Wr. Neustadt

2008 „Wortspuren“, Novum Verlag, Neckenmarkt
2009 „Das heitere Volarium“, Novum Verlag, Neckenmarkt
2010 „Sind Kiwi-Eier behaart?“ und „Von Adebar bis Zitronenstelze“, beide im Verlag Berger, Horn
2010 „Im Meer der Zeit“, Verlag Berger, Horn
2012 „Bieber und Henriette – Heitere Versgeschichten über das Leben zu zweit“, Verlag Berger, Horn.

Seit einigen Jahren befasst sich der Autor auch mit Wiener Mundart, deren Erhaltung als wertvolles Volkstumsgut ihm ein Anliegen ist.

Neben seiner literarischen Schriftstellertätigkeit hat Wolfgang Groiss juristische Fachpublikationen auf dem Gebiet des Österreichischen Verfassungsrechtes und über die Verfassungsgerichtsbarkeit verfasst.

Wolfgang Groiss ist verheiratet, hat zwei erwachsene Kinder und lebt in Wien.