Steinbacher, Lydia
Neue Lyrik aus Österreich Band 5
silex
Artikel Nr 1916
ISBN 978-3-85028-619-0
erschienen 01.01.2014
Maße 19,0 x 12,0 x 0.6 cm
Seitenanzahl 64 Seiten
Einband Franz. Broschur
Gewicht 500 g
Preis 16,50
Lieferstatus   Lieferbar
Buchbeschreibung
Als junges Talent mit einem sehr authentischen Ton beweist sich Lydia Steinbacher.

Der Ton ist auch gern wörtlich zu nehmen, wenn die Lyrikerin mit dem Terminus „Ton“, durchaus witzig-wortverliebt, spielt. Aber Verspieltheit macht nicht den Grundgestus von Steinbachers Lyrik aus. Da weiß eine recht viel und lässt es unaufdringlich aufblitzen, streut Irritierendes, wie absichtslos, in ihre Naturbetrachtungen – und die können im poetischen Kontext ein böse Falle sein, die über dem allzu verklärten Blick zuschnappt. Nicht für Lydia Steinbacher.

Es geht in ihren Gedichten um Orte, Stimmungen und farbaufgeladenen Bilder, auch immer wieder um ein Du – und jedes Mal gelingt es der Autorin, das verführerische Hineingleiten ins unverbindlich Schöne zu brechen, einmal ganz sanft, dann wieder mit einem harten Schnitt. Oder sie legt einen Text bewußt von vorn herein unter einem radikalen, schonungslosen Blickwinkel an.

Denn neben all den gelungenen, zauberhaften Bildern versteckt sich Lydia Steinbacher beileibe nicht vor der Welt und ihren wenig poetischen Ausprägungen, wenn sie diese klar anspricht.

Eine Autorin dieser Qualität kann es sich ohne Imageverlust leisten, ein Gedicht Schmetterlinge zu nennen. Sie ist auch im leiseren Benennen kraftvoll, wie z. B. im Gedicht kondensstreifen:

die hände wollen den horizont ergreifen
bevor er sich auflöst im nächsten regen
was verschwindet wird totgeschwiegen
Autorenbeschreibung
Lydia Steinbacher wurde 1993 in Waidhofen an der Ybbs geboren und ist im Dorf Hollenstein bei ihrer Großmutter aufgewachsen. Sechs Jahre lang Mitglied der Schreibakademie Waidhofen unter der Leitung von Evelyn Schlag und Peter Bubenik. Lesungen und Mitwirken an einem Kunstprojekt von Agnes Reiter in Linz. Sprichcode-Auszeichnung für die Kurzgeschichte Colchicum autumnale, erschienen im Scarabaeus Verlag 2012. Lebt und studiert Deutsche Philologie in Wien, arbeitete für die Zeitungen Niederösterreichische Nachrichten und Die Furche und ist auch als Malerin tätig.
Rezensionen
„Silex benennen wir glasartig zersplitternden Stein, die Römer verstanden darunter nicht nur Granit, sondern auch Kiesel. Mit diesem Titel erweckt Lydia Steinbacher eine spezielle Leseerwartung, die ihre Wasserbilder und kontrastreichen Skizzen, das Aufeinanderprallen von Licht und Finsternis, das Scharfkantige ihrer Verse großartig erfüllen.“ (Podium / Beatrix Kramlovsky)

Rezension ->Link
- Quelle: Beatrix Kramlovsky, erschienen in Podium 2014

Buchtipp ->Link
- Quelle: Freie Presse, 20. November 2014

Rezension ->Link
- Quelle: Mag. Christian Grill
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