Biedermann, Roman
Faszination Mariazellerbahn
Landschaft - Mensch - Technik
Artikel Nr 1838
ISBN 978-3-85028-628-2
erschienen 17.12.2013
Maße 24,0 x 30,0 cm
Seitenanzahl 352 Seiten
Einband Hardcover
Gewicht 3000 g
Preis 34,90
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Buchbeschreibung
Die Mariazellerbahn ist eine der schönsten noch existierenden Alpenbahnen und verbindet die niederösterreichische Landeshauptstadt St. Pölten mit dem weltberühmten Wallfahrtsort Mariazell. In liebevoller und ausgezeichneter fotografischer Arbeit entführt Sie dieses Buch auf eine schwarz-weiße Zeitreise von 1986 bis 1992. Es begeistert durch seine Einzigartigkeit und zeigt sowohl die Faszination der Bahnstrecke und der Landschaft, als auch Situationen aus dem Alltagsleben der oft hart arbeitenden Menschen, die diese besondere Bahn erst zum Leben erwecken. 752 Fotos - manche aus noch nie gesehenen Perspektiven -hauchen dem Buch Leben ein und verdeutlichen die Leidenschaft des Autors für diese Schmalspurbahn. Ein Bildwerk der besonderen Art, welches in keinem Bücherschrank von Bahnliebhabern oder Nostalgikern fehlen sollte

Dieser schöne Bildband im Querformat (30 x 24 cm) zeigt Ihnen auf 352 Seiten die Niederösterreichisch-Steirische Alpenbahn, wie die Mariazellerbahn früher auch genannt wurde. Die ausschließlich schwarz-weißen und bisher unveröffentlichten 752 Bilder sind überwiegend zwischen 1986 und 1992 entstanden.

Auf dieser fotografischen Reise lernt man die gesamte Strecke von St. Pölten bis Maria-zell/Gußwerk kennen und kann die landschaftliche Veränderung vom sanft hügeligen Alpenvorland bis in gebirgige Regionen um den Ötscher, den höchsten Berg Niederösterreichs, verfolgen. Die Darstellung der 1898 (teil)eröffneten Bahnlinie zeigt einen rücksichtsvoll in die Landschaft eingebetteten Verkehrsweg und ist gleichzeitig eine Reverenz an den Pioniergeist und die Ingenieursleistung der Jahrhundertwende.

Vielerorts wurden ähnliche Schmalspurbahnen längst eingestellt, wie z.B. die Salzkammergut-Lokalbahn oder die Bregenzerwald-Bahn. In diesen Regionen wäre man wohl heute auch aus touristischer Sicht oft glücklich über den Bestand dieser Linien (so wie im Zillertal). Aber die Mariazellerbahn fährt unbeirrt weiter! So ist dieses Buch auch die nostalgische Darstellung einer lebendigen Museumsbahn, bei der man hundertjährigen Lokomotiven im Normalbetrieb begegnet. Zusätzliche Attraktivität für Eisenbahnfreunde und Touristen bringen die Dampfsonderfahrten, die nur durch den unentgeltlichen Einsatz einiger enthusiastischer Eisenbahner möglich sind.

Erfreulicherweise kann auf den später entstandenen Fotos (bis zum Jahr 2013) auch die Zukunftsperspektive für die Bahn aufgezeigt werden und zwar in Form der neuen Triebwägen der „Himmelstreppe“. Durch diese, sowie auch durch die Errichtung einer neuen großen Remise in Laubenbachmühle hat die Übernahme durch das Land Niederösterreich im Jahr 2011 der Lokalbahn auch eine wirtschaftliche Perspektive gegeben.

Ein ganz wesentlicher Teil des Buches ist nicht zuletzt der sympathischen Darstellung der Menschen, welche die Bahn am Laufen halten, gewidmet. Er zeigt die schwere Arbeit, oft unter widrigen Wetterbedingungen, und bietet interessante Einblicke in die Werkstätten, bei Störungsbehebungen und bei der Bahnerhaltung. Auf ausschweifende Erklärungen und Beschreibungen wurde verzichtet, die Bilder sprechen für sich!

Alles in allem: Ein Bildband nicht nur für Eisenbahnliebhaber oder mit der Bahn Verbundene, sondern auch für diejenigen, die die Faszination guter Fotos zu schätzen wissen. Die Essenz der Fotografie ist es für mich, der Vergänglichkeit ein Schnippchen zu schlagen. Nicht unbedingt, um ihr (nur) nach zu weinen, sondern um flüchtige Szenen auf liebevolle Art für die Zukunft fest zu halten. Dies geschieht hier durch die „Retro-Methode“, der analogen Schwarz-Weiß-Fotografie, die in ihrer Abstraktion durch das Fehlen von Farbe vieles deutlicher und schärfer zeigt und auch unter Fotoenthusiasten und -sammlern geschätzt wird. Schließlich sind die (flüchtigen?) Digital- oder Handycam-Fotos von heute morgen bereits Vergangenheit – von der Haltbarkeit und der Beständigkeit der Bilddaten ganz zu schweigen!
Rezensionen

Faszination Mariazellerbahn:
Rezension ->Link
- Quelle: Wienerland, November 2014
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